TopSportVereine fordern:

Fortsetzung der aktiven Sportpolitik für Hamburg!

Ein gutes Vierteljahr nach dem Olympiareferendum in Hamburg vermissen wir von den Verantwortungsträgern, Funktionären und der Sportpolitik klare und verbindliche Aussagen zur nahen Zukunft des Hamburger Sports bis 2021. Als Zusammenschluss der TopSportVereine e.V.  bündeln wir die Interessen von 27 Großvereinen mit zusammen 130.000 Mitgliedern und fordern die Weiterführung einer aktiven Sportpolitik. Hamburgs Bevölkerung ist zwar olympiakritisch, aber nach wie vor sportbegeistert, begeisterungsfähig und aktiv bei Sport und Bewegung! Das erleben wir tagtäglich in unseren Vereinen und das wollen wir ausbauen!

Wir stellen hierzu fest: Die „Dekadenstrategie Sport“ gilt unverändert weiter wie von Senat und Bürgerschaft 2011 beschlossen. Nach den überaus erfolgreichen ersten fünf Jahren ihrer Umsetzung muss nun die zweite Hälfte dieses Arbeitsvorhabens realisiert werden. Vor dem Hintergrund der laufenden Verhandlungen zum Sportfördervertrag 2017/18 betonen wir, dass deren Ergebnissen die Mitgliederversammlung des Hamburger Sportbundes im Juni zustimmen können muss. Als Zeichen einer ungebrochen engagierten Sportpolitik zum Wohle der Vereinsmitglieder und des Sports insgesamt fordern wir die sportpolitische Konzentration und ausreichend finanzielle Mittel insbesondere für folgende Maßnahmen.

Stadtgesellschaft in Bewegung
Hamburg ist eine wachsende Stadt und wird dies wegen seiner Attraktivität auch auf lange Sicht bleiben. Die städtischen Entwicklungsprogramme wie der „Sprung über die Elbe“ und aktuell „Flußaufwärts an Bille und Elbe“ erhöhen zusammen mit der baulichen Verdichtung in allen Stadtteilen den Druck auf Sport- und Freiflächen.

Wir begrüßen, dass immer mehr Bürgerinnen und Bürger Sport und Bewegung immer intensiver betreiben werden. Wir wollen dabei helfen, Hamburg umfänglich in Bewegung zu bringen. Deshalb müssen wie beschlossen die staatlichen Sportanlagen, aber auch vereinseigene Sportstätten und der öffentliche Grünraum für diese Zwecke ertüchtigt werden. Der Bevölkerungszuwachs verlangt nach Erhalt der bestehenden Sportstätten und einem angemessenen Neubau.
In diesem Zusammenhang setzen wir ausdrücklich auf die Fortführung der Sanierung der staatlichen (Schul-)Sportstätten bis 2020. Wir danken dem Senat der FHH ausdrücklich für die bisherigen erheblichen Investitionen im Sportstättenbau besonders der Schulen, bestehen aber auf einer Ausstattung, die auch die Vereins- und Verbandsbedarfe bei Wettkampf- und Breitensport berücksichtigt. Wir wollen und werden weiterhin mit Schulbau Hamburg als beauftragtem Bauträger zugunsten einer optimalen Nutzung durch Schulen und gemeinnützige Sportvereine zusammenarbeiten.
Eine starke Sportentwicklung in Hamburg setzt starke, wirtschaftlich leistungsfähige und professionell geführte Sportvereine mit qualitativ guten Angeboten voraus. Dies muss aktiv gestaltet werden! Eine attraktive Stadtentwicklungspolitik integriert die Sportvereine aktiv und nutzt deren Potenzial. Auch in der Hafencity und in der Neuen Mitte Altona brauchen wir starke und leistungsfähige Sportvereine, die Lebensqualität und soziales Miteinander der Neubürger aktiv gestalten. Hierfür müssen durch die Stadtentwicklungspolitik Sportflächen und Sportbauten vorgesehen werden, um Freizeit- und Wettkampfsport für alle Generationen zu schaffen. Dadurch entstehen Identifikation mit dem neuen Quartier, verbindliche Gemeinschaft sowie emotionale Bindung.

Bildung von Quartiersvereinen
Hamburg ist mit der hohen Anzahl seiner Großsportvereine bundesweit führend. Das ist das Ergebnis konsequenter, qualitätsorientierter Arbeit und ein besonderes Profil bei der Daseinsvorsorge im Sport für die Bevölkerung. Unsere Angebote als Sportvereine gehen dabei schon weit über den schlichten Sportbetrieb hinaus: wir betreiben Kindertagesstätten und Jugendhilfeeinrichtungen, engagieren uns in der Sozialarbeit im Viertel, kooperieren mit Schulen, Kultur- und Stadtteilinitiativen, leisten überfachliche Jugendarbeit und erstellen Bewegungsangebote für Ältere sowie spezielle Gruppen u.a. im Gesundheitssport.
Das Netz derartiger Quartiersvereine i.S. einer sozialen Heimat ist noch lange nicht flächendeckend in Hamburg aufgebaut. Als gute Beispiele sehen wir die Entwicklung rund um den Wilhelmsburger Inselpark oder die beispielhafte Neuaufstellung der Hamburger Turnerschaft von 1816 in Hamm/Horn durch einen Neubau.

Wir fordern eine aktive Förderung solcher Quartiersvereine, eine ausreichende Finanzierung für deren Entstehungsphase (regressive Zuschüsse für Fusionen und Kooperationen von örtlichen kleinen Vereinen bzw. Vereinszusammenschlüssen) und bieten unsere fachliche Hilfe hierfür an.

Flüchtlingspolitik und –integration
Für uns als solidarische und gemeinnützige Sportvereine ist es selbstverständlich, sich aktiv an der Integration der nach Hamburg strömenden Flüchtlinge zu beteiligen. Hierfür schlagen wir folgendes Programm vor:
In einem ersten Schritt erstellen die Sportvereine Sportprogramme für Flüchtlinge, in denen sie weitgehend unter sich bleiben können und v.a. beschäftigt werden. Ziel soll es sein, dass für jede Erstaufnahmeeinrichtung und Folgeunterbringung ein ausreichendes Sportangebot erstellt und mehrsprachig in Kooperation mit den Einrichtungen kommuniziert wird. Die Dauer dieses Angebots ist auf ein Jahr pro Flüchtling begrenzt und ohne Mitgliedschaft im Verein nutzbar. Die Kosten für Übungsleitungen, Material und Kommunikation (ca. € 1.800,- pro Gruppe/Jahr/ca. 20 Teilnehmer) trägt die Stadt Hamburg aus den Mitteln für die Flüchtlingshilfe.
In einem zweiten Schritt wird die bereits begonnene Integration der Flüchtlinge in die bestehenden Sportgruppen der Vereine vorrangig betrieben. Die Zielsetzung ist die Integration in die bestehenden Vereinsangebote, das kommunikative (sprachliche) und kulturelle aufeinander Zugehen beider Seiten und die formelle Mitgliedschaft der Flüchtlinge in den teilnehmenden Vereinen. Für das erste Jahr der Mitgliedschaft tragen die neuen Mitglieder 50% des Mitgliedsbeitrags, die andere Hälfte wird aus den Mitteln der Flüchtlingshilfe getragen.
In einem dritten Schritt, d.h. ab Beginn des dritten Jahres müssen die neuen Mitglieder die Vollmitgliedschaft in den Vereinen erwerben und privat finanzieren. Spätestens zu diesem Zeitpunkt werden die beteiligten Vereine zusätzlich gezielt auf die neuen Mitglieder zugehen und sie für eine aktive ehrenamtliche Mitarbeit gewinnen. Von den Fachverbänden und dem Hamburger Sportbund fordern wir daher ausreichend Aus- und Fortbildungskapazitäten im Bereich Übungsleitungen, Betreuer, Schiedsrichter, Jugendgruppenleiter mit spezifischen Curricula für diese Zielgruppe.
Wir sind der festen Überzeugung, dass den neuen Hamburger Mitbürgern auf diesem aktiven Wege unsere demokratische Gesellschaft, ihre Regeln und Werte sowie die Wege zur anteiligen Mitgestaltung des Gemeinwesens erfolgreich vermittelt werden.
Gleichzeitig warnen wir vor einer Überlastung der Sportvereine, wenn diese mit der Aufgabe allein gelassen werden. Schon jetzt organisieren die Hamburger TopSportVereine für über 1.000 regelmäßig teilnehmende Flüchtlinge nahezu 50 Sportgruppen. Das geschieht weitgehend aus Eigenmitteln der Vereine und kann deshalb nicht unbegrenzt weiterlaufen. Eine Erstattung der direkten Programmkosten (Material und Übungsleitungen) halten wir deshalb für dringend geboten.

Sport als Motor der Inklusion
Wir unterstützen die Stadt Hamburg dabei, sich in allen Lebensbereichen inklusiv aufzustellen. Wir verstehen darunter deutlich mehr als „nur“ Barrierefreiheit im Sinne von Rollstuhlgerechtigkeit. Für uns ist die gleichberechtigte Teilhabe am Sport unabhängig von Geschlecht, ethnischer Herkunft, Kultur und körperlichen oder geistigen Einschränkungen der Maßstab. Wir sind davon überzeugt, dass Sport als starker Motor der Inklusion wirkt.

Hamburg hat bereits heute besondere Voraussetzungen, den Titel „Hauptstadt des Inklusionssports“ zu führen. An der Bugenhagenschule in Alsterdorf entstand die erste voll inklusive Sporthalle Deutschlands, die Inselparkhalle in Wilhelmsburg ist die erste Wettkampfstätte mit inklusivem Betrieb. Mitglieder der TopSportVereine spielen in der ersten inklusiven Handball-Liga.

Wir unterstreichen die Forderung, in jedem Hamburger Bezirk bis 2021 mindestens eine Sporthalle für den Integrations- und Inklusionssport optimal auszustatten und den örtlichen Vereinen für den Aufbau von Inklusionssportgruppen vorrangig zur Verfügung zu stellen. Die Sanierung der Hamburger Schulsportstätten durch Schulbau Hamburg muss wo immer vertretbar inklusiv ausgeführt werden. Schon heute sind nur bei den TopSportVereinen rund 60 inklusive Sportgruppen mit rd. 900 Teilnehmenden aktiv. Die TopSportVereine werden ihre Aktivitäten zukünftig im Hamburger Behinderten- und Rehabilitationssportverband (BRSH) bündeln und weiter entwickeln.
Wir fordern vom BSRH und dem HSB die gezielte Ausbildung von Übungsleitungen für diese Sportgruppen über das gegebene Maß hinaus. Daneben muss die finanzielle Unterstützung für den Neuaufbau von weiteren (niemals kostendeckenden) inklusiven Sportgruppen erhalten bleiben. Diese läuft 2016 aus.

Sanierung vereinseigener Sportstätten
Die Sanierung der vereinseigenen Sportstätten bis 2021 ist in der Dekadenstrategie beschlossen. Die Hamburger Sportvereine sind bereit, in die Sanierung ihrer Sportanlagen zu investieren, wenn dies wirtschaftlich darstellbar ist. Hierzu benötigen sie wie bisher Zuschüsse der Stadt Hamburg, zinsgünstige Kredite der KfW Förderbank und die Überlassung von Grundstücken zu Konditionen, die Banken als Sicherheiten anerkennen. Hilfsweise muss ein städtischer Bürgschaftsfond eingerichtet werden, der die Sportvereine bei der Besicherung von Hypothekendarlehen handlungsfähig macht.
Wir fordern vom Hamburger Sportbund die Erstellung eines mit den Vereinsbedarfen abgestimmten Finanzbedarfsplans für die Sanierung und den Neubau von vereinseigenen Sportstätten bis zur Mitgliederversammlung 2017. Die Förderquote durch Zuschüsse der FHH soll dabei durch eine Regelfinanzierung gesichert sein. Der vom HSB bislang festgestellt Sanierungsbedarf bei vereinseigenen Anlagen macht eine zusätzliche finanzielle Förderung von mindestens 1 Mio. Euro erforderlich.

Dies ist ein wesentlicher Beitrag zur Gleichstellung mit den Sportvereinen, die für ihren Sportbetrieb städtische Sportanlagen entgeltfrei nutzen können. Ein weiterer Vorteil für die Stadt bei der Erstellung vereinseigener Sportstätten ist die Übernahme der Unterhalts- und Betriebskosten sowie des Sportstättenmanagements durch die Sportvereine als Träger.

Bei Übernahme öffentlicher Sportstätten durch Sportvereine, insbesondere von Fußballplätzen, müssen die Regularien aus dem Jahr 2003 überarbeitet werden. Die Berechnung der Betriebskosten muss sich an dem aktuellen Abrechnungsjahr ausrichten.
Von der Stadt Hamburg fordern wir mindestens die Beibehaltung der aktuellen Förderung von 4 Millionen Euro als jährliche Regelfinanzierung für die staatlichen Sportanlagen (bisher 2 Millionen im ordentlichen Haushalt plus 2 Millionen durch Beschluss der Bürgerschaft). Für die sport- und wettkampfbezogenen Bedarfe der Vereine und Verbände ist weiterhin eine Regelfinanzierung von mindestens 600.000 Euro erforderlich, um u.a. die Schulsporthallen wettkampfgerecht auszustatten.

Tägliche Bewegungszeiten im Erziehungs- und Bildungsbereich
Die tägliche Bewegungszeit in den städtischen Betreuungssystemen und im Bildungsbereich ist ebenso wenig flächendeckend umgesetzt wie die dritte Sportstunde im Schulbereich. Beides wird in der Dekadenstrategie postuliert und ist bis 2021 zu realisieren! Wir fordern deutlich verstärkte Bemühungen zur Sicherstellung der täglichen Bewegungszeit. Hierzu sind die in der Dekadenstrategie vorgesehenen Qualifizierungen für Sportvereine für die Ganztagsbetreuung von Schulen bzw. die Kooperation mit anderen Bildungsträgern in diesem Bereich umgehend zu verwirklichen.
Die Erfahrungen der Eltern und Schulträger mit den Sportvereinen als Träger der Ganztagsbetreuung sind herausragend positiv und müssen im Interesse der Bewegungserziehung der Kinder verstärkt werden. Die in der Dekadenstrategie angekündigte Vereinbarung dazu zwischen HSB und der Schulbehörde steht noch immer aus. Dies kritisieren wir deutlich, weil es um die Prägung von Kindern und Jugendlichen zu einem lebenslangen „bewegten Lebensstil“ wesentlich beiträgt.
Eine frühzeitige Bindung der Kinder an die Vereine ist aus unserer Sicht insbesondere deshalb erschwert, weil die tägliche Bewegungsstunde von sehr vielen „traditionellen“ Trägern nicht realisiert wird. Damit gehen die Kinder dem Vereinssport in all seinen Facetten verloren. In diesem Zusammenhang unterstützen wir die Forderung ausdrücklich, Schulsportstätten auch an Wochenenden und in den Schulferien für Vereinsangebote wo immer gewünscht zu öffnen. Dies würde insbesondere dem Familiensport neue Wege und Angebote ermöglichen. Hierzu soll der HSB eine Programmoffensive bis zur Mitgliederversammlung 2017 vorbereiten und die technischen Bedingungen mit der FHH sicherstellen.

Schwimmfähigkeit der Kinder
Die Durchführung des Schulschwimmens durch Bäderland Hamburg und den Verein Aktive Freizeit e.V mit der strukturellen Organisation im Schulbesuch hat sich zwischenzeitlich etabliert. Gleichwohl bleibt festzustellen, dass eine sichere Schwimmfähigkeit bei einem zu großen Teil der Kinder nicht erreicht wird. Wir betonen erneut, dass die anvisierte Schwimmfähigkeit aller Kinder im Jahr 2021 nur ein Minimalziel sein kann.
Uns geht es über die Schwimmfähigkeit als lebensrettende Technik hinaus auch darum, die Bewegungsfreude im Element Wasser und den Schwimmleistungssport für Kinder und Jugendliche zu ermöglichen. Die Schwimmleistungsgruppen der Vereine und nicht zuletzt der Bundesstützpunkt Schwimmen am Olympiastützpunkt Hamburg sowie das Landesleistungszentrum Wasserball im Inselsportpark Wilhelmsburg bieten nahezu einmalige Chancen für die Nachwuchsförderung und Entwicklung von Spitzenathleten für und in Hamburg.
Wir fordern die Stadt Hamburg und Bäderland Hamburg als größten Wasserflächenbetreiber auf, ein kapazitär und qualitativ ausreichendes Angebot für standortnahen Schulsport, Vereinssport und die Anforderungen einer zeitgemäßen Badekultur sicherzustellen.

Events und internationale Meisterschaften
Die großen „Top Ten Events“ im Marathon, Triathlon, Reitsport oder Tennis usf. sind aus unserer Sicht unverzichtbare Motivatoren und aktivieren viele Hamburgerinnen und Hamburger sowie hunderttausende Gäste als Teilnehmer und Zuschauer. Sie sind das besondere Gesicht der aktiven, grünen und bewegungsfreudigen Stadt Hamburg. Ihre teilweise weltweite Wirkung für das positive Bild Hamburgs scheint uns noch immer weitgehend unterschätzt.

Nach Angaben der Handelskammer Hamburg generiert der Sport v.a. mit diesen Veranstaltungen eine Wertschöpfung von 1,2 Milliarden Euro pro Jahr, rund 120 Millionen Euro fließen dadurch in die städtischen Kassen. In der Gesamtbetrachtung des Sports sind die „Hamburg Top Ten“ nur die Spitze einer Leistungspyramide, zu der auch die Ausrichtung von nationalen und internationalen Meisterschaften der Fachverbände gehören. Diese stehen zwar gelegentlich nicht im Rampenlicht der Medien, bilden aber einen wichtigen Teil der Sportaktivitäten in der Stadt.
So bleibt oft unbeachtet, in welch hohem Maße ehrenamtliche Helfer und Volunteers aus den Vereinen zur Durchführung der Spitzenveranstaltungen beitragen. Ohne deren Einsatz dürfte aber kaum ein sportliches Großereignis auf die Beine zu stellen sein!
Als TopSportVereine setzen wir uns für die Sicherung und ausreichende Förderung der Spitzensportevents und Meisterschaften ein und fordern von der Stadt eine aktive und finanzielle Unterstützung bei den Bewerbungen und der Durchführung. Wir wollen, dass der Hamburger Sport vielfältig und vor allem sichtbar ist und bleibt! Als Organisatoren der „Kinderolympiade“ und Träger vieler Talentgruppen für Kinder tragen wir unseren Teil bei.

Nicht zuletzt deshalb haben wir uns auch entschlossen, die Hamburg Gymnastics zukünftig auszurichten und dieser innovativen Kunstturn-Veranstaltung auch im achten und vielen weiteren Jahren die Durchführung zu sichern. Die Hamburg Gymnastics sollten als TopTen-Veranstaltung aufgenommen werden, denn sie erfüllen alle Kriterien.

Regionalisierung der Sportpolitik und Stärkung der ARGEs im Quartier
Die Aufgaben im Sport haben für Vereine, Verbände und HSB in den letzten Jahren kontinuierlich zugenommen, weil alle Beteiligten sich immer stärker zur gesellschaftlichen Verantwortung pro Sport und Bewegung bekennen. Der Zuwachs an Verantwortung und Koordinationsanforderungen ist erheblich und verlangt nach einer Neuorganisation bzw. -aufstellung.
Wir nehmen positiv zur Kenntnis und sind aktiv daran beteiligt, dass der HSB sich intensiv mit seiner Neustrukturierung und Satzungsüberarbeitung befasst. Hierüber werden die Vereine und Verbände im Juni auf der Mitgliederversammlung beraten und beschließen.
Ein wichtiges Zukunftselement ist die Etablierung einer bezirklichen Sportpolitik, die die Interessen der Sportvereine vor Ort über deren Arbeitsgemeinschaften enger mit der städtischen Sportpolitik verknüpft. Die bisherige Arbeitsebene (Sportreferenten), die sich nahezu ausschließlich um die Sportstättenverwaltung und Verteilung der Nutzungszeiten gekümmert hat, sollte unbedingt um die  inhaltlichen, quartiersbezogenen Belange des Sports erweitert werden. Die ehrenamtlichen Vereinsvertreter sind mit einem Anforderungsprofil, wie es die Dekadenstrategie Sport formuliert, perspektivisch kapazitär überfordert. Stadtteilentwicklung, sportliche Sozialarbeit, Flüchtlingsintegration durch Sport, Talentsichtung und viele weitere der beschriebenen Aufgaben erfordern auch auf der Ebene der Bezirke eine bessere Unterstützung. Wir fordern deshalb die Schaffung von hauptamtlichen „Quartiersmanagern Sport“ auf Bezirksebene. Dies würde die Implementierung von Sport und Bewegung in die Entwicklungen der Bezirke wesentlich erleichtern und die Schaffung von Bewegungsangeboten „vor der Haustür“ der Bürgerinnen und Bürger fördern.
Die Sportvereine sind insofern bei diesen Aufgaben schnell überfordert, weil sie auf Ehrenamtlichkeit beruhen und mit ihrer inneren Organisation des täglichen Sportbetriebs bereits ausgelastet sind. Die geforderte hauptamtliche strukturelle Unterstützung könnte hier einen großen Schatz für die Sport- und Bewegungsstadt Hamburg heben.

Aktive Sportpolitik für Hamburg

Weil die Entscheidung gegen die Olympiabewerbung keine Entscheidung der Bürgerinnen und Bürger gegen den Sport war, brauchen wir auch weiterhin eine so aktive Sportpolitik, wie sie in den ersten fünf Jahren der Dekadenstrategie realisiert wurde. Das bedeutet nicht nur, die Vorgaben der Dekadenstrategie umzusetzen, sondern auch das Erbe der Olympiabewerbung mit den vielen guten, bewegungsfördernden Ideen in ein gemeinsames Programm zu überführen, das dem Sport in Hamburg eine überzeugende Perspektive bietet.

Auch ohne Olympia wünschen sich die Menschen Hamburg als Sportstadt. Die TopSportVereine nehmen diese Verpflichtung an und werden als Teamspieler alle unterstützen, die sich für einen leistungsstarken, attraktiven Sport einsetzen.

Die zweite Halbzeit der Dekadenstrategie wird jetzt erst angepfiffen!

Ulrich Lopatta (Walddörfer Sportverein) und Martin Hildebrandt (SVE Hamburg) bei der Pressekonferenz.

Reaktionen der Parteien

Hier finden Sie die Reaktionen der Hamburger Parteien zu der Pressekonferenz der TopSportVereine.

Pressemitteilung

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Hamburger Sportvereine beklagen fehlende Fördermittel

TopSportVereine fordern zusätzlich 3-5 Millionen Euro

Fehlende Fördermittel für Sportvereine

Sport ist Hamburgs Zukunft

3,5 Millionen Euro fehlen Hamburgs Sportvereinen

Sehen Sie hier den Bericht von Hamburg1.de zur Pressekonferenz:

3,5 Millionen Euro fehlen Hamburgs Sportvereinen